| Erstellungsjahr | 2025 |
|---|---|
| Maße | 60 B × 90 H × 0.1 T cm |
| Arten von Kunst | digitale kunst |
| Stil | fotografie |
| Genre | aktkunst |
| Verpackungsart | Rohr |





Ich verbreite Gedichte in der Stadt. Seit Jahren verbreite ich Gedichte in der Stadt. Meine Gedichte sind nicht mit Worten geschrieben, sondern mit Bildern, Farben, Formen, Lichtern und Interventionen. So verstehe ich meine Kunst: als eine Art zu fotografieren, Momente und Gefühle einzufangen und sie in neue Möglichkeiten des Sehens zu verwandeln. Meine Inspiration entspringt der Stadt und den Erfahrungen, die sie bietet. São Paulo, andere brasilianische Städte sowie Orte, die ich außerhalb Brasiliens kennengelernt habe, werden zum Rohmaterial für einen kreativen Prozess, in dem die Fotografie über die bloße Abbildung der Realität hinausgeht und beginnt, neue Narrative zu konstruieren. Meine Kunst entstand auch aus einem persönlichen Bedürfnis: das zu retten, was in mir verloren war. Das Schaffen wurde zu einer Art zu atmen, Gefühle neu zu ordnen und Schönheit inmitten des oft chaotischen Alltags urbaner Landschaften zu finden. Ich versuche, Räume zum Durchatmen im Alltag zu schaffen. Durch Fotografie, Bildbearbeitung, Farben, Zeichnungen und Interventionen verwandle ich Landschaften und erfinde alltägliche Elemente neu, wobei ich versuche, beim Betrachter eine Pause, ein Hinterfragen oder einfach einen Moment der Kontemplation auszulösen. Ich glaube, dass Kunst mit den Menschen in Dialog treten sollte. Sie sollte nahbar, demokratisch und zugänglich sein, fähig, den Blick derer zu treffen, die hastig durch eine Straße gehen, einen Raum betreten oder sich einfach erlauben, ein Bild zu betrachten. Meine Arbeit versucht, mehr Leben in die Leere zu bringen, die oft den Alltag begleitet. Ich möchte Möglichkeiten für Zuneigung, Begegnung und Reflexion schaffen, die es jedem Menschen ermöglichen, seine eigene Beziehung zum Werk aufzubauen und darin etwas zu finden, das für seine eigene Geschichte Sinn ergibt. Ich betrachte es als Privileg, meine Wahrnehmung der Welt in kreative Arbeit verwandeln zu können. Für mich ist Schaffen eine Art, dem Leben Farbe zurückzugeben, das scheinbar Gewöhnliche neu zu erfinden und Poesie dort zu entdecken, wo oft niemand sonst hinsieht. Meine Kunst ist genau das: eine Sammlung visueller Gedichte, die in der Welt verstreut sind und darauf warten, neue Blicke zu finden.
